Heinz Moldau, 2008. Still aus: Alexandra Reill: Nelkengasse, 2013

Nelkengasse

Dokumentarfilm über die Flucht von Heinz Moldau und seiner Familie aus Wien im Jahr 1938

Documentary | DV PAL | 16:9 | 2008 / 2013

concept | interviewing | camera | editing | sound mix alexandra reill
camera contributions walter peternell
choice of soundtrack theme heinz moldau

coordination | public relations alexandra reill
production kanonmedia | vienna / a | the point / uk 2008 / 2012 / 2013

In Wien 1938-1945 stellen die Gebäude Nelkengasse Nr. 4 und 6 besonders tragische Orte im 6. Bezirk dar. In diesen Häusern wurden viele so genannte Sammelwohnungen installiert – Gruppenwohnungen, in denen jüdische Familien nach der Vertreibung aus ihren Heimen lebten. Von hier aus wurden 31 Menschen in Konzentrationslager deportiert und dort ermordet. Dieser Film erzählt die Geschichte der Familie Moldau und enthält Interviews mit Heinz Moldau, der erst 16 Jahre alt war, als er aus Wien floh. (*)

Der Film Nelkengasse ist ein Zeitzeugenportrait – Heinz Moldau lebte mit seiner jüdischen Familie in Wien, ihr Heim war die Wohnung im Haus Nelkengasse 6, der Vater betrieb eine angesehene Fabrik zur Lederwarenerzeugung in Wien Neubau. In den Interviews spricht Heinz Moldau über seine Kindheit und Jugend in Wien, über die Fabrik – die arisiert wurde – und berichtet von der Bedrohung durch die Nationalsozialisten, die Flucht der Familie und dem Aufbau eines neuen Lebens in Großbritannien, wo er sich nach seinem Arbeitsleben auf eine Insel nördlich des schottischen Festlands zurückzog, wo er mehrere Jahrzehnte bis zu seinem Tode lebte.

Ab 1. Januar 1938 war deutschen Juden verboten, Geschäfte und Handelsunternehmen zu betreiben und Waren und Dienstleistungen anzubieten. Im Herbst 1938 befanden sich von davor 100.000 jüdischen Firmen nur noch 40.000 in den Händen ihrer ursprünglichen BesitzerInnen.
Die Arisierung wurde mit dem Inkrafttreten einer Verordnung, die „Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus Dem Deutschen Wirtschaftsleben“ vom 12. November 1938, durch die die übrigen Unternehmen nicht-jüdischen Eigentümern und den Erlös vom Staat übernommen übertragen wurden abgeschlossen. Schmuck, Aktien, Immobilien und andere Wertgegenstände mussten unter dem Marktwert verkauft werden. Jüdische Mitarbeiter wurden entlassen, und Selbstständigen wurden von der Arbeit in ihren jeweiligen Berufen verboten. 
(**)

Nelkengasse supported by

The production of the film Nelkengasse started in the framework of the project Erinnern für die Zukunft initiated by the Commission of Culture 1060 Vienna and produced by Mariahilfer Kulturplattform [2007-2008] and received funding in 2008.

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Nelkengasse quoted / referred to in

— Karin Sawetz: Austrian fashion history of the first half of the 20th century, in: fashion office magazine / vie / a / 14
— BMEIA: Austria Kultur International. Jahrbuch der Österreichischen Auslandskultur 2013 / vie / a / 14
— Astrid Michlmayer: Eine Erinnerungskultur in Wien: Stolpersteine und ähnliche Projekte. Lassen sich geschlechtsspezifische Unterschiede in Erinnerung und Diskurs finden?. Diplomarbeit an der Universität Wien / vie / a / 13
— Kilian Franer, Ulli Fuchs [Hg.]: Erinnern für die Zukunft, echomedia, Wien 2009
— Ulli Fuchs: Erinnern für die Zukunft. Projektbeschreibung / vie / a / 09

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(*)
AutorIn ungenannt: Nelkengasse: The Flight of the Moldau Family, Austrian Cultural Forum London [Hg.], Pressetext zum Screening des Films im ACF London, 2013. Übersetzung ins Deutsche: Alexandra Reill 2020
(**)
AutorInnenkollektiv: Aryanization, in Wikipedia / English Language, http://en.wikipedia.org/wiki/Aryanization, Aufruf: 23/09/08. Übersetzung ins Deutsche: Alexandra Reill 2008