Flourishing

Flourishing ist ein künstlerisches Forschungsprojekt, das im Frühjahr 2026 von Alexandra Reill begonnen wurde. Es richtet seinen Fokus auf die Untersuchung jüngster Positionen in der Flourishing Research. Was ist erforderlich, um Futurity in Richtung Flourishing zu lenken? Oder: um Flourishing in Futurity zu überführen?

Aktuell besteht Flourishing aus den folgenden Modulen:

MODUL 01:
FLOURISHING: SERIE FORSCHUNGSPAPIERE
(2000–5000 Zeichen; Umfang pro Papier verschieden)

— Resources for Flourishing Within Self-Image-Shaping Digital Environments
derzeit under peer review bei Via Gluck 62. Beyond the Image Art Prize

— Writing Contemporary Myth Through Listing: The nfhfpa Project
derzeit under peer review bei Leonardo. MIT Press

— Bricolage and Its Capacity to Create Myth in the Contemporary Arts
derzeit under peer review bei Leonardo. MIT Press

MODUL 02:
2026. AUS SP19-22. ÜBER EINE FRAU, DIE NICHT MEHR WIEDER ZU ERKENNEN IST
In einer Zeit, in der digitale Bilder zunehmend Erinnerung, Selbstverständnis, soziale Anerkennung und Alltagserfahrung vermitteln, lautet die zentrale Frage dieser Arbeit nicht, wie genau ein Bild eine Person repräsentiert, sondern welche Bedingungen es einem Menschen ermöglichen, in einer von Bildern durchdrungenen Umgebung zu blühen. Das experimentelle Video reflektiert die Frage nach Flourishing im Lichte von Gegebenheiten.

MODUL 03:
AIR BORMES: BLOSSOMING
Die Wandinstallation AIR Bormes: Blossoming setzt sich aus einer 3c-/ 4c-Reihe von einzelnen Fotografien und (loopenden) sehr kurzen Filmen sowie Foto- und Videoserien zusammen, die wiederum alle eigene Titel tragen. Allesamt zeigen diese üppig wachsende und blühende Pflanzen.

Die Aufnahmen entstanden im Frühjahr 2026 während der einwöchigen, von Alexandra Reill wahrgenommenen Residency in Südfrankreich. Nach Sichtung aller Ablichtungen fand die Künstlerin bemerkenswert, dass sie im Unterschied zu jeglich anderer jemals getätigter Reise und offensichtlich unbewußt – bis auf nur sehr wenige, vereinzelte, quasi Aufnahmen einer Touristin – ausschließlich Pflanzen und Blüten ablichtete.

Ob ihre Fasziniertheit und Bewunderung einer Pflanzenwelt in einer Üppigkeit, die sie – in deren lokal spezifischer Vielfalt wie gesamtheitlicher Charakteristik – noch nicht erlebt hatte, auf ihr Unterbewusstsein rückwirkte oder die Wahl der Sujets in umgekehrter Reihenfolge erfolgte, sei dahingestellt.

Eine erste Sichtung aller Arbeiten dieses Moduls ist erfolgt; die Ausarbeitung der Arbeitstitel der einzelnen Sub-Werke ebenso. Aktuell gilt es, die Werktitel wie die ausstellbaren Bildformate final festzulegen. Dem folgen eine Sichtung der Sub-Werke hinsichtlich deren Konstellation zueinander; sowie die Ausarbeitung eines Präsentationsvorschlags und die Berechnung der räumlichen Dimension der Wandinstallation.
Bis dies erfolgt ist, können einzelne Werke oder Sub-Serien gerne individuell angefragt werden.

MODUL 04:
EIN GLAS WASSER
Die Fotografie Ein Glas Wasser bezeichnet bekannte und unbekannte Möglichkeiten der Zukunftsgestaltung. Ihre Ausstellung kann durch Textauszüge aus der künstlerischen Forschung zum Thema begleitet werden.

MODUL 05:
MIT LUKAS IM MEHR ALS ÜPPIG BLÜHENDEN SONNWENDVIERTEL
Eine minimalistische, interpretativ-dokumentarische Fotoserie aus dem Frühjahr 2026 über die Fülle gemeinsam erlebter Momente in sieben Monaten …

Alexandra Reill, 2026– [in progress]
Serie von drei Fotografien

(presentation) formats
To be published
For further infos and high resoluton images, please send a message to info [at] kanonmedia [dot] com.

Die digitale Serie der Originalfotografien wurde Lukas Kaltenbäck 2026 von der Künstlerin geschenkt und ist Teil seiner Kunstsammlung.


Das Gesamtprojekt gliedert sich in die obigen und etwaig mehr strukturelle Module, die sozusagen „im Fluss“ während des laufenden Forschungsprozesses entstehen. Inhaltlich können sich die Module überschneiden und auch formal findet interdisziplinäres, kreatives Schaffen statt. Die Art und Weise, wie dies zum Ausdruck kommt, kann in den verschiedenen Modulen variieren oder ohne Änderungen erfolgen.

Das Thema Flourishing kann in all seiner Vielfalt von Komponenten, die sich oft auch gegenseitig bzw. multi-direktional beeinflussen, nur als Meta-Frage angesehen werden. Daher betrachtet das trans- bzw. inter- bzw. antidisziplinäre Projekt nur einen schmalen Rahmen von der Künstlerin und Forscherin individuell ausgewählter Aspekte. Derzeit beschäftigt sich die Werkschaffende vorrangig mit den folgenden, zeitgenössischen Themenkreisen im Kontext von Flourishing:

„Klassische“ zeitgenössische Forschungsansätze (Vgl. Glücksforschung, positive Psychologie und Kognitionswissenschaften); zeitgenössische Spiritualitätsforschung (Flourishing als Erzählung und die Gestaltung von Mythen); Kreativitäts- und künstlerische Forschung (u. a. mit Blick auf Listenführung zum Schreiben von Geschichte(n) unter Analyse von damit arbeitenden, künstlerischen Projekten; „Entfaltung“ von Flourishing „in Raum“); Einflüsse sozialer Ungleichheiten auf allgemeines Wohlbefinden (u. a. mit Blick auf gesellschaftliche Strukturbildung durch den Zugang zu Gemeingütern); innovative Monitoring- und Evaluierungsstrategien in (künstlerischen) Forschungsprojekten zu Flourishing.